Trunkenheitsfahrt

Neben vielen anderen Straßenverkehrsdelikten kann eine Trunkenheitsfahrt schnell den Verlust des Führerscheins bedeuten. Das dürfte gerade für Berufskraftfahrer ganz erhebliche Folgen haben. Daher sollten diese mit allen Mitteln versuchen, einen gegen sie gerichteten Vorwurf wegen des Führens eines Fahrzeuges unter Alkohol durch Akteneinsicht zu entkräften.

Beachtlich ist dabei natürlich auch der Strafrahmen, der für die konkrete Trunkenheitsfahrt droht. Für die Frage, ob es sich lediglich um eine Ordnungswidrigkeit handelt oder schon eine Straftat vorliegt, kommt es maßgeblich auf die Atem- beziehungsweise Blutalkoholkonzentration an.

Akteneinsicht ist daher bei dem Vorwurf, ein Fahrzeug in betrunkenem Zustand gefahren zu haben, oft notwendig. Schon dann, wenn lediglich eine Blutalkoholkonzentration von 0,3 - 0,5 Promille und eine auffällige Fahrweise festgestellt werden, ist die Trunkenheitsfahrt bußgeldbewehrt. Die Strafen werden mit zunehmender Höhe der Blutalkoholkonzentration sowie dem vorzuwerfenden Fehlverhalten schnell deutlich höher.

In einem Ordnungswidrigkeitsverfahren reicht zum Beweis der Alkoholisierung bereits ein Test der Atemluft aus. Bei gravierenden Verstößen kann beim Fahren im alkoholisierten Zustand auch schnell eine Straftat vorliegen, die erheblich härter als eine bloße Ordnungswidrigkeit bestraft wird.

Um das nachzuweisen, ist allerdings zwingend eine fachlich korrekte Auswertung der Blutprobe notwendig. Regelmäßig wird die Blutalkoholkonzentration dabei durch ein medizinisches Gutachten festgestellt. Dieses befindet sich in der Akte und kann somit im Rahmen einer Akteneinsicht überprüft werden.

Soll der Vorwurf der Trunkenheitsfahrt durch einen Nachtrunk oder die Einnahme von Medikamenten entkräftet werden, ist auf jeden Fall Einsicht in die Akte sowie ein genaues Studium des medizinischen Gutachtens zum Grad der Trunkenheit erforderlich.

Fahranfänger dürfen übrigens gar keinen Alkohol im Blut haben, wenn sie ein Fahrzeug führen.

Für alle, die den Führerschein beruflich brauchen:

Wenn Sie Berufskraftfahrer sind oder den Führerschein aus sonstigen Gründen für Ihren Beruf benötigen, sollten Sie bei dem Vorwurf einer Trunkenheitsfahrt auf jeden Fall Akteneinsicht nehmen, um das Verfahren zur Einstellung zu bringen oder zumindest die Strafe zu mildern.


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