Rotlichtverstoß

Das Überfahren einer roten Ampel kann sich für einen Kraftfahrer, der vorab schon mehrere Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr begangen hat, schnell zu einer unangenehmen Sachen entwickeln. Das gilt insbesondere dann, wenn der Rotlichtverstoß zur Ursache für einen Führerscheinentzug wird.

Sofern ein Kraftfahrer eine rote Ampel überfährt, aber vor dem Schutzbereich dieser Lichtzeichenanlage zum Stehen kommt, liegt kein Rotlichtverstoß vor. Das wissen viele Autofahrer nicht. Sollte die Bußgeldstelle in einem solchen Fall dennoch wegen einer Ordnungswidrigkeit gegen Sie vorgehen, dürfte sich der Vorwurf schnell durch eine Akteneinsicht aus der Welt räumen lassen.

Schlimmer ist es allerdings, wenn Ihnen ein qualifizierter Rotlichtverstoß vorgeworfen wird. Sofern ein Verkehrsteilnehmer über eine rote Ampel fährt, die schon länger als 1 Sekunde Rotlicht zeigt, liegt ein solcher qualifizierter Verstoß vor.

Die Mehrzahl der Rotlichtverstöße der wird heutzutage durch Überwachungsanlagen aufgezeichnet. Diese springen regelmäßig erst dann an, nachdem eine Rotlichtzeit von 0,5 Sekunden verstrichen ist.

Die Überprüfung der Messung sowie der Fotos

Bei den automatischen Überwachungsanlagen wird die Zeitmessung beim Überqueren einer in die Straße eingefügten Induktionsschleife ausgelöst. Eine exakte Messung der Zeit ist nur möglich, sofern die Induktionsschleife direkt unter der Haltelinie angebracht ist. Das wird selten der Fall sein.

Liegt die Schleife hinter der Haltelinie, werden längere Rotlichtzeiten ausgewiesen. Bei einer langsamen Fahrweise kann das eine bis zu 0,5 Sekunden längere Rotlichtzeit ausmachen.

Die Frage, ob eine fehlerhafte Messung vorliegt, kann in solchen Fällen leicht durch Akteneinsicht beantwortet werden. Denn in der Akte befinden sich die Fotos von dem Rotlichtverstoß, welche die automatische Überwachungsanlage aufgenommen hat.

Erkennen Sie auf dem ersten Foto, das zeitgleich mit dem Beginn der Messung aufgenommen wurde, dass Ihr Fahrzeug bereits die Haltelinie überfahren hat, ist diese fehlerhaft.

Daneben erfordert der Nachweis eines Rotlichtverstoßes eine genaue Zeitmessung. Das Uhrwerk, das in die Überwachungsanlage integriert ist, muss geeicht sein. Gegebenenfalls lässt sich hier durch die Überprüfung von Eichschein und Messprotokoll im Rahmen einer Akteneinsicht ein Fehler feststellen.

Fahrerermittlung beim Überfahren einer roten Ampel

In einigen Fällen können die Bußgeldbehörden den Fahrer, der den Rotlichtverstoß begangen hat, nicht korrekt ermitteln. Sie werden dann einen Anhörungsbogen erhalten.

Sollten Sie darauf abstellen wollen, dass die von der Überwachungsanlage gefertigten Fotos nicht Ihre Person abbilden, ist eine Akteneinsicht selbstverständlich auf jeden Fall sinnvoll. Oftmals ist die Qualität der erstellten Fotografien bei Rotlichtverstößen nicht sonderlich gut.

Hier ist die Einsicht in die Akte beim Überfahren einer roten Ampel zweckmäßig:
  • Die Akteneinsicht ist bei Rotlichtverstößen zur Überprüfung der von der Überwachungsanlage aufgenommenen Fotos sinnvoll.
     
  • Daneben lässt sich bei Einsicht der Akte auch der Eichschein der in die Überwachungsanlage eingelassenen Uhr prüfen.


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