Beispiel zu den Kosten

Um die komplizierten Ausführungen zur Berechnung der anwaltlichen Kosten der Akteneinsicht zu vereinfachen, finden Sie nachfolgend ein einfaches Beispiel.

Es wird von einer Grundgebühr des Anwaltes von 50,- € sowie einer Akte ausgegangen, die einen Umfang von 30 Seiten hat.

Berechnungsbeispiel: 50,- € Grundgebühr, 30-seitige Akte:

Grundgebühr gemäß Nr. 4100 VV i.V.m. § 2 RVG 50,00
Auslagenpauschale gemäß Nr. 7002 VV i.V.m. § 2 RVG (20% von 50,- €) 10,00
Kopierkosten gemäß Nr. 7000 VV i.V.m. § 2 RVG (30 x 0,50 €) 15,00
Kosten für die behördliche Aktenversendung 12,00
Gesetzliche Mehrwertsteuer von derzeit 19 % 16,53
Summe 103,53

Nach der Akteneinsicht muss der Rechtsanwalt die Originalakte selbstverständlich wieder an die Behörde zurücksenden. Die dafür entstehenden Portokosten sind allerdings schon in der Auslagenpauschale enthalten.

Insgesamt gesehen ist die Akteneinsicht für Anwälte vermutlich kein sonderlich lukratives Geschäft. Denn der Rechtsanwalt muss regelmäßig eine Büromiete zahlen, seine Angestellten entlohnen und die Kopiergeräte anschaffen. Die meisten Anwälte, die pauschale Kosten für die Akteneinsicht anbieten, hoffen vermutlich eher darauf, mit weiteren Aufträgen bedacht zu werden.


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